Aromalampe versus Duftlampe

Aromalampe versus Duftlampe

 

Die Bestandteile von ätherischen Ölen sind innerhalb von 20 Minuten in unserem Blut nachweisbar. Alle Stoffe, die sich in unserem Blut befinden, haben Auswirkungen auf uns, positiv wie auch negativ.


Aromalampe versus Duftlampe

Ein ätherisches Öl kann nur dann alle seine Wirkungen und wohltuenden Duftnuancen entfalten, wenn das dazu verwendete Werkzeug paßt. Um einen Nagel in die Wand zu schlagen verwenden Sie ja auch einen Hammer und keinen Schraubenzieher.

Was macht den Unterschied zwischen einer Aromalampe und einer Duftlampe aus?

1. Aromalampen sind nach meiner Erfahrung immer aus Keramik oder Porzellan, haben eine Höhe zwischen 12 und 18 cm und eine Schale, die soviel Wasser faßt, daß ein Rest Wasser in der Schale bleibt, wenn die Kerze ausgebrannt ist.

Weshalb?
Die optimale Temperaturspanne zur Verdunstung von ätherischen Ölen liegt bei 37°-55°C. Wenn ätherische Öle zu heiß werden, brechen die natürlichen chemischen Bindungen der ätherischen Öle auf, das wird "cracken" genannt. Oft fangen die ätherischen Öle dann an zu stinken und es können mitunter krebserregende Stoffe freigesetzt werden.

Nach meinem Wissensstand werden die ätherischen Öle in Glas oder Metall zu heiß. Das gleiche gilt für Keramik oder Porzellanlampen, die zu niedrig sind. In der Regel trifft das auf Lampen zu, die niedriger als 12 cm sind.

Meine Forderung, daß ein Rest Wasser in der Schale bleibt, wenn die Kerze ausgebrannt ist, hat folgenden Grund: Wenn bei brennender Kerze das Wasser komplett verdunstet ist, werden die ätherischen Öle zu heiß und sie cracken. Zusätzlich brennen die ätherischen Öle in die Schale ein. Diese Reste lassen sich nur sehr schwer entfernen und vermischen sich mit neu eingebrachten ätherischen Ölen zu einer Mischung, die eventuell eine ganz andere Wirkung hat, als vorgesehen.

2. Aromalampen aus Keramik sind immer hochgebrannt, d.h. bei über 1200°C.

Weshalb?
Bei einer Temperatur ab 1200°C wird der Ton "dicht gebrannt". Dadurch können die ätherischen Öle nicht mehr in den Ton eindringen. Bei niedriger gebrannten Duftlampen kann das ätherische Öl in den Ton eindringen und es sickert im Laufe der Zeit bis zur Kerze durch. Da ätherische Öle sehr leicht entzündlich sind, kann es dann dazu kommen, daß die Lampe regelrecht explodiert. Einige meiner Kunden haben mir von solchen Erlebnissen erzählt, die sie mit ihren Duftlampen hatten.
Ein weiterer Grund für das Dichtbrennen des Tones ist, daß sich so keine Reste von ätherischen Ölen in der Aromalampe befinden können. Solche Reste können sich mit einem neu eingebrachten ätherischen Öl vermischen und wie oben schon erläutert zu einem anderem Duft und einer anderen Wirkung führen als gewollt.
Ein schöner Nebeneffekt des dichtgebrannten Tons ist, daß man eine solche Aromalampe in der Spülmaschine reinigen kann, es sei denn sie ist nachträglich außen mit Hand bemalt worden.

3. Aromalampen haben immer eine schwermetallfreie Glasur.

Weshalb?
Ätherische Öle können die Schwermetalle aus der Glasur lösen. Teilweise nehmen die ätherischen Öle die Schwermetalle in ihrer Molekularstruktur auf und transportieren diese auf direktem Weg in unser Blut, ohne eine weitere Überprüfung durch die natürlichen Kontroll- und Abwehrmechanismen unseres Körpers. Die restlichen Schwermetalle werden in die Luft abgeben und können über die Atemluft in unseren Körper gelangen. In Deutschland ist die Anwendung von Glasuren, die mit Schwermetallen versetzt sind, generell verboten. Im Ausland gefertigte Produkte dürfen jedoch Schwermetalle enthalten und ohne Einschränkung vertrieben werden. In der Regel werden Keramiken mit schwermetallfreien Glasuren auch als lebensmittelecht bezeichnet.


Damit habe ich Ihnen meine Definition einer Aromalampe versus Duftlampe dargelegt. Für welche Lampe auch immer Sie sich entscheiden, eines ist in jedem Fall sehr wichtig: Bitte reinigen Sie Ihre Lampe immer bevor Sie ein anderes ätherisches Öl darin verdunsten. Nur dann hat Ihr ätherisches Öl die Chance möglichst alle Wirkungen und Duftnuancen zu entwickeln.


Temperaturbereiche der Aromalampen

Grundsätzlich ist jede Aromalampe für alle Anwendungsbereiche geeignet. Dennoch unterscheide ich in der Feinanwendung drei verschiedene Temperaturbereiche.

 

1. Niedrige Temperatur 37°- ca. 45°C:
In diesem Temperaturbereich ist die Verdunstungsgeschwindigkeit sehr langsam und die Verdunstungsmenge sehr gering. Es handelt sich daher um eine sehr schonende Verdunstungsart für die ätherischen Öle. Das ist besonders geeignet für empfindliche Personen und Kinder, sowie Räumlichkeiten mit Publikumsverkehr, wie z.B. Praxen, Büros und ähnliches. Ich verwende diese Betriebstemperatur gerne für besonders zarte ätherische Öle (z.B. Rose), besonders duftintensive ätherische Öle (z.B. Jasmin), oder wenn ich nur eine leichte Hintergrundbeduftung erreichen will.

2. Mittlere Temperatur ca. 45° - ca. 50° C:
In diesem Temperaturbereich liegt die Verdunstungsgeschwindigkeit und Verdunstungsmenge im mittleren Bereich. Diese Aromalampen sind gute Allround-Aromalampen. Ich verwende diese Betriebstemperatur gerne für alle Zitrusöle, zum allgemeinen Wohlfühlgefühl, bei Gesprächsrunden und für Kinder im Krankheitsfall.

3. Hohe Temperatur ca. 50° - ca. 55° C:
Dieser Temperaturbereich steht für eine schnelle Verdunstungsgeschwindigkeit. Solche Aromalampen eignen sich besonders für die Raumluftdesinfektion bei Krankheiten und zur Raumerfrischung. Ich verwende diese Betriebstemperatur nachts wenn ich eine Erkältung oder ähnliches habe, für die Meditation, zum Räuchern und bei allen Gelegenheiten in denen ich sehr schnell das Raumklima ändern will.


Wie der Name Aromalampe entstand

Anfang der 1980er Jahre habe ich begonnen mich mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Ich habe sehr schnell bemerkt, daß es riesige Unterschiede gibt zwischen den einzelnen Firmen, die ätherische Öle anbieten. Gleichzeitig habe ich festgestellt, daß es mindestens genauso große Unterschiede zwischen den verschiedenen Duftlampen gibt. Im Verlauf von mehreren Jahren habe ich für mich herausgearbeitet, welche Eigenschaften eine Duftlampe haben muß, um ein möglichst umfassendes Dufterlebnis zu garantieren. Eine gute Duftlampe unterstützt das ätherische Öl dabei, daß es all seine Nuancen entwickeln kann und so alle seine Eigenschaften spürbar werden können. So bin ich über unzählige Versuche zu meiner Definition von einer guten Duftlampe gekommen und habe dafür den Namen Aromalampe creiert, um durch diese Bezeichnung den Unterschied zu anderen Duftlampen darzustellen.

Anfang der 1990er Jahre habe ich angefangen mit den Herstellern von Duftlampen darüber zu sprechen, welche Anforderungen ich an eine Aromalampe stelle, damit meine hochwertigen ätherischen Öle bestens zur Geltung kommen.

Ich freue mich darüber, daß einige Hersteller von Lampen meine Anregungen angenommen haben und wirklich hochwertige Aromalampen herstellen.
 
Herzlichen Dank!